
In diesem Jahr findet erstmalig das Projekt Kultursommer im Kunsthaus Stove statt. Dabei ist das Kunsthaus Stove mit dem Skulpturengarten sowohl als Veranstaltungsort als auch als Ausgangsort für kulturelle Aktivitäten in der näheren Umgebung und insbesondere rund um
den Skulpturenweg am Salzhaff zu verstehen. Die 10 Skulpturenstationen, die unser Verein 2020 geschaffen hat, bilden ideale Ziel- und Verbindungspunkte, die insbesondere dazu einladen, die Schönheit und Besonderheit der Landschaft künstlerisch zu entdecken und zu erfassen.
Auftakt an Pfingsten

AUSSTELLUNG
Geformt oder geborgen?
Holzskulpturen und Bilder von Thought Raven in Atelier und Garten
Pfingstsamstag, 23. Mai, 14 – 17 Uhr, Vernissage um 17 Uhr
Pfingstsonntag, 24. Mai, 11 – 17 Uhr
Pfingstmontag 25. Mai, 11 – 17 Uhr
GARTENKONZERT UND LESUNG
Gartenkonzert mit Leslie Valeska Schillen, Klarinette, und Marlene Krönke, Querflöte,
Gedichte, gelesen von Katharina Schillen
Pfingstsonntag, 24. Mai, 15 Uhr
LUNA YOGA im Atelier
jeweils Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 9 bis 10 Uhr
Fotografiewerkstatt mit Emilia Huppenberger
Montag, 25. Mai: 17 – 20 Uhr: Ablaufberatung, Austausch und erste fotografische Erkundungen.
Dienstag, 26. Mai: 10 – 12 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr: Unterricht.
Mittwoch, 27. Mai: 10 – 12 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr: Unterricht.
Donnerstag, 28. Mai: 10 – 12 Uhr Werkschau und Abschlussberatung.

Fotografie ist nicht nur ein Handwerk, sondern ein Denken mit dem Blick. Sie ist ein Dialog zwischen dem, der sieht, dem, was gesehen wird, und dem Moment, der entschieden wird. Ein Bild entsteht nicht einfach – es ist die Verdichtung von Wahrnehmung, Entscheidung und Perspektive. In diesem Workshop erkunden wir, wie Fotografie unsere Wahrnehmung formt und uns lehrt, die Welt nicht nur zu betrachten, sondern bewusst wahrzunehmen.
Der Akt des Sehens: Wer fotografiert, wählt nicht nur, was sichtbar wird, sondern auch, wie die Welt erscheinen darf. Jeder Blick ist ein Akt der Aufmerksamkeit, jede Komposition eine Entscheidung, Realität in der eigenen Wahrnehmung zu strukturieren. Fotografie ist das bewusste Einfangen eines Moments, in dem die flüchtige Wirklichkeit zur Erfahrung wird. Ein Bild ist kein Abbild der Welt – es ist die Welt, wie sie in der Wahrnehmung des Betrachters erscheint.
Die Kamera als Vermittlerin: Die Kamera ist nicht neutral. Sie ist Werkzeug und Spiegel zugleich: Sie formt, was wahrgenommen wird, und macht sichtbar, was im Blick des Fotografen entsteht. Sie hält die Spannung zwischen Moment und Wahrnehmung, zwischen Realität und Perspektive, zwischen Erleben und Abbild. Fotografie ist damit immer Interpretation – ein Ort, an dem subjektive Wirklichkeit Gestalt annimmt.
Die Philosophie des Bildes: Fotografie ist ein Prozess der Wahrnehmung. Anders als im Alltag, wo wir zuerst sehen und dann urteilen, zwingt sie uns, zuerst zu wählen: Welche Perspektive setzen wir? Welchen Moment halten wir für bedeutend? Ein Bild offenbart nicht die Welt an sich, sondern die Art, wie wir sie wahrnehmen – unsere Erfahrung, unsere Aufmerksamkeit, unsere innere Ordnung.
Wahrnehmung als Macht: Jeder Akt des Fotografierens ist ein Akt der bewussten Wahrnehmung. Er reflektiert, wie wir die Welt erleben, welche Details uns auffallen, welche Momente wir für essenziell halten. Fotografieren bedeutet, die Realität nicht nur zu registrieren, sondern sie in der eigenen Wahrnehmung zu entfalten, sichtbar zu machen und zu teilen.
Was wir in dieser Fotografiewerkstatt lernen:
* Die eigene Wahrnehmung zu schärfen: bewusst hinschauen, Details entdecken und Entscheidungen treffen
* Den Moment bewusst einzufangen: lernen, wann und wie ein Bild entsteht
* Perspektiven auszuprobieren: wie unterschiedliche Blickwinkel eine Szene verändern
* Den eigenen Blick sichtbar machen: Bilder gestalten, die zeigen, wie wir die Welt erleben
* Mit einfachen Übungen erleben, wie Fotografie Wahrnehmung verändert und neue Blickwinkel eröffnet.
Fotografie wird so zu einer Übung der Wahrnehmung: Wir lernen, die Welt nicht nur zu dokumentieren, sondern sie in ihrer Tiefe zu erfahren – als Spiegel unserer eigenen Perspektive und als Einladung, sie immer wieder neu wahrzunehmen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, für Imbiss und Getränke in den Pausen bitten wir um eine Spende. Bitte Handy oder Kamera mitbringen. Da wir zum Fotografieren auch unterwegs auf dem Skulpturenweg am Salzhaff sind, bitte geländetaugliche Schuhe und wetterangepasste Kleidung tragen.
Wir bitten um Anmeldung (Vor- und Zuname, Anschrift, Telefonnummer) per Email an: post@kunsthaus-stove.de
WEITERE KULTURSOMMER PROJEKTE
Geplant sind noch folgende Projekte:
Linolschnitt und Luna Yoga
Mit Luna Yoga-Übungen werden spielerisch neue Bewegungen des eigenen Körpers entdeckt und die positive und kreativitätsanregende Erfahrung in einem gestalterischen Projekt mit der einfachen Drucktechnik des Linolschnitts umgesetzt. Morgens und abends Yogatraining im Atelier, im Garten oder an anderen schönen Orten. Nachmittags Linolschnitt im Atelier mit dem Ziel jeweils eine Kunstpostkartenserie herzustellen.
Improvisationstanz
Tanz als Schulung des Hörens. Wie kommt die Musik in den Körper? Welche tänzerischen
Ausdrucksmöglichkeiten bieten Takt, Rhythmus, Melodie, Gesang, Phrasierung, die verschiedenen Ebenen und sonstigen Besonderheiten eines Musikstücks. Mit der Bewegung wird die Fähigkeit des Hörens trainiert, um damit zu individueller tänzerischer Improvisation zu gelangen.
Kreative Nähwerkstatt (2 x)
Vom Entwurf bis zum fertigen Kleidungsstück oder einem anderen Textilkunstwerk. Es geht darum, von der Entwurfsidee über die Schnitt-, Stoff- und Nähmaschinenkunde mit den verschiedenen nähtechnischen Raffinessen umzugehen und ein kleines Textilkunstwerk zu schaffen, das nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch alltagstauglich und/oder tragbar ist. Um das angestrebte Ergebnis realistisch zu schaffen, werden zwei Kreativwerkstätten geplant.
Kalligraphie
Mehr als die Kunst des schönen Schreibens. Es gibt unzählige Möglichkeiten der Schriftgestaltung: Kombinieren, collagieren, vergolden, prägen, verzieren… Ein wesentliches Thema dabei wird die Verbindung mit malerischen und grafischen Elementen sein, die eine illustrative Bedeutung für die gewählten Textinhalte bekommen.
Schreibwerkstatt
Hier entstehen eigene Geschichten und Gedichte. Es werden kreativitätsfördernde Methoden,
Inspirationsquellen, Tipps und Tricks vermittelt, auch um Schreibblockaden zu überwinden, und erste Schreibentwürfe gemeinsam diskutiert. Im Ergebnis wird die eigene Gedankenwelt und Fantasie in einen Text transformiert.
Gartenkunst
Die Anordnung der Pflanzen, Bäume und Skulpturen im Skulpturengarten am Kunsthaus Stove schafft Wohlfühlräume im Freien und vielfältige Inspiration für unterschiedliches künstlerisches Schaffen. Gleichwohl ist das Gesamtkunstwerk Garten fragil. Unter garten- und baumfachlicher Anleitung werden Maßnahmen zur genauen Beobachtung, Pflege und zum Schutz erörtert und umgesetzt.
Zeichnend unterwegs
Mit Stift und Zeichenblock werden einzelne Stationen des Skulpturenwegs erkundet. Zeichnen und Malen, auch von sich bewegenden Motiven, ist einfacher als oft geglaubt, wenn man weiß, wo und womit man anfängt. Mit ein paar Tricks lässt es sich innerhalb weniger Tage trainieren.
Für das Projekt KULTURSOMMER IM KUNSTHAUS STOVE 2026 haben wir Fördermittel beim Bürgerfonds und beim Landkreis NWM beantragt. Sobald uns die Entscheidung vorliegt, werden die Projekte mit den Zeiten und Namen der DozentInnen konkretisiert. Bis dahin bitten wir um Geduld.