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Umsonst und Draußen – Zeichenkurs auf dem Skulpturenweg am Salzhaff

Fr 5. bis So 7. April 24: Kreativwochenende Bewegtes Zeichnen
Von Dorf zu Dorf auf dem Skulpturenweg am Salzhaff.
Zeichnen und Malen, auch von sich bewegenden Motiven, ist einfacher als oft geglaubt, wenn man weiß, wo und womit man anfängt. Mit ein paar Tricks lässt es sich innerhalb einiger Tage trainieren. Die Künstlerin Susanne Becker wird uns hierbei unterstützen. Sie war schon mehrmals als Dozentin im Kunsthaus Stove, und die Ergebnisse der bisherigen Workshops haben alle Teilnehmenden sehr positiv überrascht.
An diesem Wochenende sind wir zeichnend unterwegs auf dem Skulpturenweg am Salzhaff. Als besonderes Ereignis beteiligen wir uns am Sonntag kreativ am Musikalischen Osterspaziergang (www.skulpturenweg-salzhaff.de/neu/osterspaziergang-2024/). Die Ergebnisse werden an Pfingsten im Kunsthaus ausgestellt. In diesem Rahmen findet auch ein kleines Konzert statt.
Freitag 5. April
16 Uhr Treffpunkt Kunsthaus Stove Einführung und Organisatorisches
16.30 – 20 Uhr Zeichnend unterwegs
Samstag 6. April
9 Uhr Treffpunkt nach Absprache am Vortag, zeichnend unterwegs
13 Uhr Mittagspause Picknick im Freien
14 – 18 Uhr Zeichnend unterwegs
Sonntag 7. April
10 Uhr Treffpunkt nach Absprache am Vortag und zeichnend unterwegs.
13 Uhr Mittagspause Picknick im Freien.
14 – 16 Uhr Zeichnerische Begleitung des Musikalischen Osterspaziergangs
16 -16.30 Uhr Beratung zur Präsentation der Ergebnisse an Pfingsten

Voraussetzungen für die Teilnahme

Es werden keine speziellen Zeichenkenntnisse vorausgesetzt. Kinder unter 12 Jahren mögen bitte nur in Begleitung von Erwachsenen teilnehmen. Das Zeichenmaterial wird gestellt. Eigene Stifte und Papier und z.B. Aquarellfarben können natürlich ebenfalls genutzt werden. Bitte bei Bedarf eine tragbare Sitzgelegenheit mitbringen sowie unbedingt Verpflegung für Picknick und unterwegs. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine kleine Spende an den Verein ist willkommen. Wir bitten um komplette Teilnahme, eine ausschnittweise Teilnahme an nur 1 oder 2 Tagen ist nicht sinnvoll. Tatsächlich ist dieses Wochenende ein sehr intensives Eintauchen in das Kreative Zeichnen, wir denken jedoch, dass nur so erfreuliche Ergebnisse zu erreichen sind.

Anmeldung

Wir bitten freundlich um eine formlose Anmeldung
per Telefon/SMS/Whatsapp: 0160 9836 8167 (Ida Schillen) oder per Mail an: mail@ostseekreativ.de

Dieses Kreativwochenende wird ermöglicht durch die Förderung des Landkreises NWM und der Ehrenamtsstiftung MV sowie durch den Verein Meerkultur e.V. im Kunsthaus Stove.
Wir freuen uns über reges Interesse,
Elisa Rodé und Ida Schillen
Vorstand Meerkultur e.V. Kunsthaus Stove

Stefanie Anrig

Mein Kunst-Stipendium an der Ostsee vom 6. September bis 4. Oktober 2023

Erster Tag. Ich habe mein Fahrrad genommen und bin an den Stovener Strand gefahren. Das Meer ist ruhig und weit. Ich freue mich sehr, dass ich nun für 4 Wochen hier sein darf.

Erste Woche: ich mache viele Experimente. So habe ich mit einer Fencheldolde auf Transparentpapier gemalt und das Papier dann auf eine Tapete aufgeklebt. Zudem habe ich gestern bei meiner allmorgentlichen Fahrradtour ans Meer, ganz reifen Hollunder gepflückt, mit Gummi arabicum und Hollunder eine Farbe gemacht und gemalt.

Vor ein paar Tagen dann, habe ich mit Holzdrucken begonnen und diese Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich überhaupt nicht mehr aufhören wollte. Ich bin im Holzdruck-Fieber. Das macht mich froh und ich habe überhaupt keinen Druck, was „wichtiges“ zu produzieren. Ich arbeite von Morgens bis Abends und fahre dann zum Sonnenuntergang mit dem Velo ans Meer.

Ich sitze hier im Garten und der Wind pfeifft mir durch die Haare. Die Stare versammeln sich auf dem Baum direkt hinter dem Haus. Sie wollen, bevor der Winter kommt, in den Süden fliegen. Sie zwitschern und tirilieren alle miteinander. Was für ein Durcheinander, was für ein Konzert.

Gestern habe ich mal eine Pause gemacht und war den ganzen Tag am Meer. Heute ist Halbzeit.

Diese unbeschreiblichen Sonnenuntergänge… ich sitze jeden Abend am Meer und lasse die Farben auf mich wirken. Manchesmal muss ich nach so einem Spektakel auch wenn es schon dunkel ist, nochmals in das Atelier gehen und die Farben des Himmels mischen und malen.

Noch eine Woche hier in Stove. Ich habe aufgehört an grossen Leinwänden zu arbeiten. Grosse Leinwände sind auch immer eine Herausforderung für mich. Nun möchte ich noch ein paar Tage Leichtigkeit und Spass haben. Ich erfreue ich mich an kleinen Skizzen.

In diesen 4 Wochen in Stove haben sich meine Arbeiten verändert. Es war eine sehr intensive Zeit, auch mit Zweifeln und Krisen, aber auch mit unendlichen Freuden.

Ich danke Ida und Elisa von Herzen für die wunderbare Zeit die ich in Stove erleben durfte und für ihre Grosszügigkeit und Freundlichkeit.
Stefanie Anrig

Stefanie Anrig
Im Büel 13
CH- 8627 Grüningen
+41 (0) 44 521 58 33
atelier@stefanie-anrig.ch
www.stefanie-anrig.ch

SANDRA STOPS

Gartenzauber am Salzhaff: Zwischen duftenden Fenchel und leuchtenden Sonnenblumen – meine Künstlerresidenz im Kunsthaus Stove

Ringbeete mit mannshoch gewachsenem duftendem Fenchel und das Konzert einer Kolonie Stare in den großen Weiden am Haus – das ist Stove, der Ort, an dem ich meine Künstlerresidenz verbringe. Hier herrscht ein anderer Rhythmus als im fernen und geschäftigen Berlin. In Stove ist die Geschwindigkeit langsam, die Stille angenehm und der Takt ungewohnt. Selbst das Meer ist ruhig, wie ich es noch nie erlebt habe, als wolle es sagen: „Mach langsam.“ Ich bin eingeladen, herunterzufahren und ich tue mich schwer, unerwartet schwer. Ida sagt, die Schönheit hier will erst erobert werden. Der flüchtige Blick übersieht schnell die eigenwillige Schönheit dieser Landschaft am Salzhaff.

Also übe ich mich in einer langsameren Geh-Art, in diesem wiegenden Rhythmus: ich mache Ausflüge zum Salzhaff, fahre durch kleine Ortschaften, laufe die Dorfstraßen entlang, über Feldwege und folge den sich schlängelnden Fahrradwegen. Doch vor allem sitze ich im Garten oder liege auf der Wiese. Ich höre den Staren zu, die still werden, wenn ein Greifvogel sich nähert, höre das Gurren der Tauben. Ich nasche Himbeeren und Mirabellen aus Idas Garten, beobachte die Hummeln und reibe wieder und wieder kleine Fenchelsamen zwischen den Fingerspitzen. Der Duft erdet mich.

Ich beobachte die Schatten der Pflanzen um mich herum und folge ihrem Tanz in der leichten Brise. Zunächst zeichne ich die Skulpturen im Garten – farbige Holzscheiben kunstvoll übereinandergestapelt, sehen sie aus, als wären sie in diesem Garten gewachsen sowie die sie umgebenden Pflanzen. Zwei Scheibenskulpturen habe ich direkt vor meinem Atelierfenster.

Die Schatten der Fenchelpflanze faszinieren mich. Ich schneide ein paar Stiele ab und stelle sie im Atelier in eine Wasserflasche auf meinen Schreibtisch. Ihren Schattenwurf zeichne ich erst und male ihn dann in einer anderen Farbe ein zweites Mal auf dem gleichen Bogen Papier. Der Strauß Sonnenblumen, der mich bei meiner Ankunft begrüßte, erfreute schon den Tangokurs zwei Tage zuvor. Jetzt lassen die Blumen langsam ihre Köpfe hängen, sie scheinen erschöpft vom Strahlen. „Lass sie noch ein bisschen hier“, bitte ich Ida als sie den Strauß entsorgen will. So bleiben die kleinen Sonnen mit hängenden Köpfen, wo sie sind: auf dem dunklen Holzofen, der im Winter das Atelier heizt. Hier darf alles sein: Frisches und Vergehendes.

Mich reizen die hängenden Köpfe, das langsame Vertrocknen, die abfallenden Blütenblätter. Ich zeichne weiter. An die leeren Wände des Ateliers hänge ich Zeichnungen von Wurzeln und Blätter mit Linien, die den Umrissen von Pflanzen folgen. Meine Fingerkuppen sind schwarz von der Reißkohle und wollen Farbe!

Also male ich. Die Köpfe der Sonnenblumen tunke ich in Farbe. Auch den Fenchel nutze ich, doch er zerfällt so schnell. Gelbgrün, Elfenbeinweiß und Tannengrün springen mir von meiner Farbpalette sofort ins Auge. Dazu das eindrucksvolle Blassgrün und ein helles Rosa. Ich tauche ein: in die zarten Fenchelblüten und ihre Samen und in die kraftvollen Halme und Blüten der Sonnenblumen. Rosa, Blassgrün und Lila für die Blütenblätter der Sonnenblume.

Auf dem Friedhof der Kirche in Dreveskirchen finden sich weitere Sonnenblumen, höher gewachsen als ich, mit vielen Blättern und großen schweren Blüten. Die Ringbeete mit Fenchel im Garten des Kunsthauses sind ein duftendes Dickicht. Ich stelle mir vor, wie ich mich als kleines Kind hier verstecken würde. Es ist friedlich hier im erdig duftenden Fencheldickicht.

Am Nachmittag eine Tasse Tee im Garten an einem der klappbaren Holztische, mit denen ich durch den Garten ziehe. Mein Blick wandert. Hier nehme ich mir Zeit zum stillen Schauen. Hier lasse ich mich ein und werde leiser.

Es zieht mich ins Atelier zurück. Eine große Tischplatte am dreiteiligen Fenster, zwei Staffeleien mit einer großen MDF-Platte hinter mir. An der Wand dahinter hängen aufgereiht meine Blätter: Skizzen, Studien und Spielereien. Tag für Tag wächst die Anzahl der Blätter – es ist meine persönliche Galerie, ein sichtbares Zeichen meines Prozesses, meines Suchens nach meiner Bildsprache hier am Salzhaff.

Nach und nach erweitere ich meinen Radius, laufe am Salzhaff entlang, lasse mich abends von Mücken zerstechen und wate durch das knietiefe Wasser der Ostsee. Die Temperaturen von Meer und Luft sind angenehm. Steine in allen Größen, Kormorane, Möwen und Schwäne, am Horizont zwei Segelboote und ein rosafarbener Abendhimmel. Auf dem Rückweg geht es an einem Sonnenblumenfeld vorbei, die Blüten sind schon ganz schwer und haben ihre Blütenblätter abgelegt. Sie sind reif für die Ernte. Der Saft der fleischigen Sukkulentenblätter lindert das Jucken meiner Mückenstiche.

Im Atelier male ich weiter an den Pflanzen. Ich finde heraus, dass van Gogh Teddybären-Sonnenblumen malte und dass es rosafarbene und weißblühende Sorten gibt. „Alles darf, nichts muss“, kommt mir in den Sinn und ich genieße die konzentrierten Stunden im Atelier. Ich erlaube mir, akribisch Formen mit zarten Strichen meiner Aquarellstifte auszumalen. Jetzt habe ich Blütenblätter in Hellrosa, Dunkelrosa, Hellblau, Blassgrün, hellem Umbra, Ocker und sogar zartem Lila.

Einiges wird später übermalt oder verwischt. Es ist ein Kommen und Gehen wie am Meeresstrand: das Wasser kommt, das Wasser geht. Einige Wege führen in Sackgassen, bei anderen hilft Abstand, wieder anderen muss ich einfach noch ein bisschen länger folgen. Hier im Kunsthaus Stove kann ich das tun. Hier bin ich ungestört, ohne Verpflichtungen. An manchen Tagen gelingt es mir schneller und leichter, an andern schießt mein innerer Kritiker quer: „Das ist doch langweilig!“.

Doch „langweilig“ ist gut!

Eine „lange Weile“ haben, um an etwas zu arbeiten. Eine lange Weile haben, um etwas scheinbar Unspektakuläres zu betrachten. Eine lange Weile haben, um etwas hin und her zu bewegen – das ist das Besondere hier!

Was an Arbeiten entsteht, ist zweitrangig. Mit der langen Weile kommen Ideen auf, die es sonst im Krach und im schnellen Rhythmus der Großstadt, in der ich lebe und arbeite, nicht geschafft hätten, an die Oberfläche zu kommen. Es sind Ideen, die leiser sind. Ideen, die mehr mit meinem Inneren zu tun haben. Es sind Wegweiser in neue, ungeahnte Richtungen.

Jetzt bin ich durchlässig, aufmerksamer, stiller. Angekommen.

Das ist schön.

Und traurig.

Mein letzter Tag im lehmverputzen Atelier, umringt vom künstlerischen Suchen und Finden der vergangenen Tage. Morgen ruft mein Alltag wieder mit lautem Straßenverkehr, mit lärmenden Menschenmassen, mit wichtigen Ausstellungseröffnungen und notwendigen Arbeiten an einem Ausstellungskatalog. Ich seufze. Stehe auf und gehe zu den drei Ringbeeten voller Fenchel – die Nase füllen mit dem erdigen Duft, den sanften Wind spüren, weitere Mückenstiche einfangen und den Staren zuhören….

www.sandrastops.de

Sigrid Braun-Umbach

Zwei Frühlingswochen im Kunsthaus Stove…
Zwei Wochen ungestörte konzentrierte Arbeitsmöglichkeit im Atelier Thought Raven
Was für ein Geschenk!

 

Mein Projekt, mit dem ich mich 2020 beworben hatte:
Ein KUNSTBUCH! Eine Art Tagebuch in Bildern, Zeichnungen, Fotografien und kleinen Texten.

Die ursprüngliche Idee eines chronologischen Vorgehens scheitert schon im Ansatz –es gelingt mir nicht, mit den Bildern des Tages am Abend abzuschließen und mir zu sagen: Morgen ist ein neuer Tag… Es gibt immer wieder Ergänzungen, auch Rückschritte und Rückblicke.

Ich gleite ganz tief hinein in die mich umgebende Landschaft, werde wieder zum Kind und träume mich zurück in die Erlebnisse meiner Kinderferien hier in Mecklenburg. Mache mich auf den Weg zum Goldtöpfchen am Fuße des Regenbogens. Fahre mit auf dem Leiterwagen, gezogen vom braunen Pferd Liese, die Feldwege zwischen den Raps- und Roggenfeldern entlang. Helfe der Tante beim Weidenrutenschneiden. Lege Kartoffeln in die Ackerfurchen. Zu den Sonntagsbesuchen bei Freunden in den Nachbardörfern geht es auch auf dem Leiterwagen durch die damals schon uralten Alleen mit den riesigen Bäumen.

Heute: Ich rieche wieder Kuhstall und Holzfeuer, wage mich in wilde dunkle Wälder, wo zwischen dem wuchernden Grün weiße Birkenstämme leuchten und fühle mein inneres Kind. So klein, dass mir die Reetgräsersäume des Salzhaffs unendlich weit erscheinen. Winzig ganz tief im Wald oder am versteckten Nachtigallenweiher. Ganz allein unter dem unfassbar riesigen Himmel.

Diese Sujets finden sich in den Bildern, die hier im Atelier entstehen. Impressionen – keinesfalls konkrete Abbilder, experimentell, z.T. sogar fast illustrativ, immer das „Zuviel“ vermeidend.

So entsteht das Buch erst im Nachhinein: ein Konglomerat aus Arbeiten in unterschiedlichen Techniken, ergänzt durch ein paar kurze Kommentare – für mich eine wichtige Lebenserinnerung und eine wesentliche künstlerische Erfahrung.

Danke an Ida und Elisa vom Verein Meerkultur, die mir diese Chance gaben.

https://sigrid-braun-umbach.net

 

 

Atelier

Das Atelier ist ein freistehendes Strohballenhaus, mit Lehm innen und außen verputzt. Es ist ca 70 qm groß, hat Wasser- und Elektroanschluss und wird mit einem Holzofen beheizt. Im Gebäude befindet sich ebenfalls ein kleines Bad. Der Atelierraum wird komplett leer übergeben. Je nach Bedarf werden Arbeits- und Ablagetische sowie Staffeleien zur Verfügung gestellt. Arbeiten mit Ölfarben und Lösungsmitteln sind leider nicht möglich. Es gilt die jeweils aktuelle Atelier- und Hausordnung.

Barbara Ihme

Inhaltlich beschäftige ich mich mit Bewegung und Energie, Mensch, Leben und dem Heilsamen. Die zwei wunderbaren Wochen an der Ostsee haben mich reich beschenkt: mit Ruhe, Zeit, Sommer, Wärme und einem besonderen Licht. Die Ostsee mit ihrem sanften Schwingen, die Stare mit ihren Geräuschen und Flügen, die großen Fenchelbüsche im wunderschönen Garten, all dies floss in meine Arbeit mit ein, war inspirierend, erholsam und wunderschön. Das Malen und Schreiben ging leicht von der Hand: einige Kapitell Buch entstanden, Gedichte und viele freie dynamische Aquarelle. In dieser Umgebung ganz besonders reduziert und zartfarbig, wie durchleuchtet.

Begegnungen mit interessanten Menschen, erfüllende Ausflüge zu Stränden, der Insel Poel, dem watend erreichbaren Zipfel der Vogelinsel Langenwerder, Wismar samt einer Tanzperformance und Konzerten, Rerik und Barendorf mit beachtlichen sogenannten Großsteingräbern, ließen mich tief in diese Gegend eintauchen. Herzlichen Dank!

Barbara Ihmes Malerei beschäftigt den Geist und berührt das Herz.

Im Laufe Ihres Schaffens hat Ihme sich sukzessive frei gemacht und dem Neuen geöffnet, malerisch eine intensiv farbige Leuchtkraft mit ungeahnten Tiefendimensionen entfaltet. Und nebenbei Raum geschaffen für Prozesse und Entwicklung innerhalb eines Bildes, so dass Wärme, Leichte, Rhythmus und Schwingung kongruent an Raum gewinnen und sichtbar machen, was werden will. Ein zeitgenössisch künstlerisches Vokabular, um unsichtbare Zusammenhänge zeigen zu können und erfahrbar zu machen, Welt und Gegenwart neu zu be- und hinterfragen.“

Fotografie, Zeichnung, Malerei, Aquarell, Collage, Plastik, Objekt, Poesie, Buchautorin, Künstlerin für bildende und soziale Kunst
www.ihme-art.com

Beate Kratt 2022

Kunsthaus Stove im Oktober 2022

2021 war ich das erste Mal für 2 Wochen durch ein Künstlerstipendium im Kunsthaus Stove. Das Einlassen auf diesen Ort und die daraus entstehende innere Resonanz haben dazu geführt, dass das Material Sand in meinen Arbeiten wieder zum Mittelpunkt wurde. Aus 21 gesammelten Sanden des Salzhaffs entstand eine erste Collage mit Sand und Bienenwachs. Seitdem sind in meinem Hamburger Atelier großformatige Sandarbeiten entstanden, die mittlerweile in drei Ausstellungen zu sehen waren.

Mit dieser Erfahrung im Gepäck bin ich 2022 wieder ins Kunsthaus zurückgekehrt. Erneut wollte ich mich auf diesen besonderen Ort einlassen, Material sammeln und bearbeiten. Keine festen Pläne, Neues zulassen und sehen wohin mich diese kreative und freie Zeit führt.

Walnüsse, Eicheln, Hagebutten, Tintlinge, Maronen, Sande, angebranntes Holz und rostiges Metall füllten nach und nach den Raum. Ich begann mit ersten Versuchen aus diesen Fundstücken Tinte herzustellen. Die verschiedenen Braun-, Grau- und Schwarztöne herauszufiltern und nebeneinander zu setzen, war faszinierend. Versuche mit Bienenwachs und rostigen Nägeln und Schrauben folgten.

Wieder stand das Suchen und Finden, das Erinnern, Ordnen und Verwerfen im Vordergrund meines Aufenthaltes in Stove. Und erneut liegen nun die Ergebnisse in Form von Fundstücken und Papieren, von Notizen und Fotos in meinem Hamburger Studio. Ich bin gespannt, welches Material sich in diesem Jahr in meine Arbeiten wiederfinden wird.

www.beatekratt.de